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Kirchen und Kapellen

Lindlar und seine fünf Kirchdörfer vermitteln mit seinen sehenswerten Kirchen und dem Kranz der Kapellen, die die Gemeinde umgeben, Einblicke in die Vergangenheit.
Sie sind Ziele für Einkehr und Besinnung, aber auch architektonische Kleinode.

Lindlarer Kapellenkranz

Das ist ganz sicher einmalig und bezeichnend für die Gemeinde: Der Lindlarer Kapellenkranz. Auf Ihren Wanderungen durch die Gemeinde werden sie Ihnen immer wieder begegnen – unseren kleinen Kapellen. Wie ein Kranz aus bunten Blüten umkreisen sie den Ort Lindlar. Ihre Entstehungsgeschichte reicht teilweise bis in das 14. Jahrhundert zurück.

Google Maps - Kirchen, Kapellen und sonstige Sehenswürdigkeiten

Die Kirchen im Detail

Kapelle "Frauenhäuschen", Lindlar-Falkenhof

Kapelle "Frauenhäuschen",
Lindlar-Falkenhof

Wann diese Muttergotteskapelle mit ihrem Strohdach entstand, ist leider unbekannt.
In den Kirchenrechnungen von 1490 ist es unter dem Namen „Hilgenhuyß zu frauwen wyden“ – Heiligenhäuschen an der Frauen Weide (im Volksmund "Frauenhäuschen" genannt) – erwähnt. In einer Urkunde von 1519 setzt ein Heinrich Schinckern (von Waldenburg) ein Kapital von 100 Goldgulden aus, von dessen Zinsen auf der Lindlarer Kirmes bei „unser lieve frawen Heußgen“ Brot und Fleisch an die Armen verteilt werden sollte. Diese „Schellers-Armenrente“ (sie lastete auf dem Hof Scheller) wurde 1923 Opfer der Inflation.

Pfarrkirche St. Severin

Pfarrkirche St. Severin

Die heutige Pfarrkirche entstammt dem 12. Jahrhundert. Das Kirchenschiff war durch Pfeiler in ein Mittelschiff mit Satteldach und zwei Seitenschiffen getrennt. Der Turm stand in direkter Verbindung mit der Kirchenhalle. Im Jahre 1582 lesen wir von einer Reparatur am Turm, wobei ein Teil des Turmes abgebrochen wurde. Der gesamte Turm brannte am 16. Dezember 1626 aus und zerstörte die Glocken. Ebenso wurden 1682 größere Turmreparaturen vorgenommen. 1785 erhielt der Turm sein geschweiftes Dach mit offener achtseitiger Laterne und hoher schlanker Haube.  Im Turm hängt von dem alten 1627 in Lindlar durch den Glockengießer Johann Helling in Lindlar selbst gegossene Geläute nur noch die Marienglocke, die das Fronhofsgeding einläutete und daher „Dingglocke“ hieß.
Im Türmchen des Chores hing seit  1500 eine kleine Glocke auch „Messschelle“ genannt. Sie wurde 1500 wahrscheinlich durch einen Kölner Glockengießer angefertigt. 1951 wurde sie in das neue Türmchen auf dem Dache untergebracht. Im 2. Weltkrieg wäre sie beinahe eingeschmolzen worden, hätten nicht beherzte Männer dies durch Umtausch gegen eine gleichschwere aber moderne Glocke verhindert.

"Jubilate-Kirche", Lindlar

"Jubilate-Kirche", Lindlar

Die evangelische Kirche wurde im Jahre 1956 erbaut. Die Halle in Form einer dreiteiligen Ellipse sowie der markante Säulenturm beeindrucken.
Das Gebäude steht seit 1989 unter Denkmalschutz.
Im Jahr 1990 wurde der Turm, der aus "Grauwacke" bestand, abgerissen und mit einem anderen Naturstein wieder erneuert.

"Antoniuskapelle", Lindlar-Waldbruch

"Antoniuskapelle",
Lindlar-Waldbruch

1905 war der Bau für 2.000 Mark, das Inventar für 1290 Mark versichert. Der Dachreiter verschwand bei dem späteren Anbau. Aus dem 16. Jahrhundert stammt auch die wertvolle, auf dem Hochaltar stehende, Holzfigur des hl. Antonius, des Einsiedlers. Seine Attribute sind das Antoniuskreuz in Form eines T und ein Drachen oder auch – wie anderenorts – ein Schwein, ursprünglich wahrscheinlich als Symbole des Teufels gedacht, der den Eremiten in der Wüstenei wohl allzu oft versucht haben mag. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Volksmund den hl. Antonius als „Tünnes mit´m Ferken“ bezeichnet. Da der hl. Antonius gern als Patron gegen ansteckende Krankheiten und gegen Viehseuchen angerufen wurde, kann der Schluss gezogen werden, dass die Kapelle zur Zeit einer Viehseuche entstanden sein mag, und der hl. Antonius zum Schutzpatron erwählt und verehrt wurde.

Pfarrkirche St. Agatha, Kapellensüng

Pfarrkirche St. Agatha, Kapellensüng

Wann die Kapelle errichtet wurde, steht nicht fest. Einen Hinweis bringt der Liber pastoralis von 1705. Unter dem 5. Februar steht verzeichnet: Fest der hl. Agatha. Dieses wird in der Kapelle der hl. Luzia an der Klausen gehalten. Pastor Jousten fügte hinzu: „Dasselbe Fest wird nunmehr an der Kapelle der hl. Agatha in Süng gefeiert, weil sie renoviert ist.“ Daher nimmt man an, dass die Kapelle mindestens vor 1700 ereichtet wurde. Wahrscheinlich wurde kurz vor 1799 an die Stelle der alten Kapelle eine neue, größere gesetzt. Bereits 1821 wurde an deren Stelle wieder ein Neubau errichtet. 1830 wurde an diesen ein neues Chor angebaut, darüber ein Glockentürmchen angebracht und das frühere Strohdach in ein Schieferdach umgeändert. Im Jahre 1874 wurden an der Kapelle umfangreiche Bauten vorgenommen. Dennoch blieben die Verhältnisse untragbar: Der Fußboden lag unter dem Erdniveau, so dass Regen und Schnee eindringen konnten. Außerdem war der Grundstein für eine neue Kirche gelegt und am 27. September 1914 erfolgte die kirchliche Einsegnung dieser neuromanischen Basilika.

Marienkapelle, Lindlar-Burg

Marienkapelle, Lindlar-Burg

Der Kranz der Kapellen um Lindlar wurde im Marianischen Jahre noch um eine weitere vermehrt. Am 10. Oktober 1954 wurde diese Kapelle feierlich eingeweiht durch die Feier einer hl. Messe unter Anteilnahme der Bevölkerung. Der Gedanke, zur besonderen Verehrung der Gottesmutter eine Kapelle zu errichten, die größer als das Frauenhäuschen sein sollte, und in der auch Gottesdienst abgehalten werden konnte, ging von Fräulein Maria Wurtscheid in Burg aus. Sie wurde am 15. Juni 1866 als Tochter der Eheleute Wilhelm Wurtscheid und Juliana Meier geboren. Ihr Vater war ein älterer Bruder des Pastors Max Wurtscheid, der 1901 in Mündt (Jülch) starb. Als letzte von ihren Geschwistern wohnte sie auf dem elterlichen Gut in Burg bei Lindlar. Zur Bewirtschaftung hatte Fräulein Wurtscheid Herrn Otto Heller verpflichtet, der das Gut nach ihrem Tode ankaufen sollte. Nach dem Erbvertrag von 3. August 1945 wurde Pfarrer Theodor Braun von Lindlar als Erbe des Gutes eingesetzt, dem die Verpflichtung auferlegt wurde, in Burg eine Muttergotteskapelle zu erbauen. Alljährlich am 8. September (Mariä Geburt) sollte in der Kapelle für die Erblasserin und ihre Angehörigen eine hl. Messe gelesen werden.

Pfarrkirche St. Laurentius, Hohkeppel

Pfarrkirche St. Laurentius,
Hohkeppel

Die ursprüngliche Kirche, eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit mittlerer Apsis aus dem 12. Jahrhundert wurde 1835 mit Ausnahme des Westturmes abgebrochen und durch eine neue Kirche auf den alten Fundamenten ersetzt. Das heutige, klassizistische Langhaus hat mithin die gleichen Ausmaße, wie die mittelalterliche Anlage. Im Turm aus dem 12. Jahrhundert hängen drei Glocken von 1474, 1627 und 1673. Im Innern sind die Kanzel (17. Jahrhundert), ein Kruzifix (15. Jahrhundert), eine Statue und ein Vesperbild (beide 18. Jahrhundert) sehenswert. Der Kronleuchter in der Taufkapelle stammt aus der Zeit von 1782.

Katholische Pfarrkirche, St. Joseph, Lindlar-Linde

Katholische Pfarrkirche,
St. Joseph, Lindlar-Linde

Die katholische Pfarre „St. Joseph“ Linde gehört zu den jüngeren Kirchengemeinden unserer Region. Erst 1889 wurde das Kirchspiel Linde zur selbstständigen Pfarre erhoben, Nachdem bereits 20 Jahre vorher eine Kirche errichtet worden war. In dieser Periode gehörte Linde als Rektoratsgemeinde zur Pfarre Lindlar. Seit 1987 wurde die Pfarre „St. Joseph“ Linde zunächst in den Seelsorgebereich Lindlar und später in den Pfarrverband Lindlar eingebunden. Die Zugehörigkeit zum Dekanat Wipperfürth hat sich in all den Jahren nicht geändert. Die Geschichte der Pfarreinrichtungen zeugt vom Glaubengeist der Bewohner.

Pfarrkirche St. Apollinaris in Frielingsdorf

Pfarrkirche St. Apollinaris
in Frielingsdorf

Auf Bitten der Bewohner "...wegen zu weiter Entfernung der Pfarrkirche Lindlar und beschwerlicher Wege..." genehmigte die Düsseldorfer Regierung am 5. September 1796 in Frielingsdorf den Bau einer Kapelle. Die kirchliche Genehmigung zum Kapellenbau erfolgte am 26. April 1797. Die Kapelle war aber bereits an der gleichen Stelle, wo jetzt die Kirche steht, entstanden. Pastor Potthoff von Lindlar vollzog die Einweihung am 3. Mai 1797. Im Laufe der Zeit war das mit Stroh gedeckte Kapellchen so angefault, dass man seinem Einsturz mit banger Erwartung entgegensah.
Eine neue Kirche war notwendig geworden. 1848 wurde der Neubau der zweiten Kirche durchgeführt. Am 29. März 1897 wurde der Turm durch Blitzschlag und Brand zerstört. Der neue Turm wurde 1927 soweit wie möglich aus den Steinen des alten Turms erbaut. Am 2. Weihnachtstage 1926 stürzte während des Hochamtes ein Teil der Decke ein. Aus diesem Grunde und weil der Kirchenraum nicht mehr für die stark angewachsene Gemeinde genügte, wurde der Neubau der Kirche erforderlich. Der Grundstein zur heutigen Kirche wurde am 29. Juni 1927 gelegt und in der Folgezeit nach den Plänen von Professor Dominikus Böhm erbaut.

Kapelle "Zur heiligen Familie", Lindlar-Oberbreidenbach

Kapelle "Zur heiligen Familie",
Lindlar-Oberbreidenbach

Am 29.09.1670 wurde die Genehmigung zum Bau der Kapelle erteilt. Am 31.03.1681 gestattete der Kölner Generalvikar Johann Heinrich d`Anethan die Feier der heiligen Messe an allen Festtagen.. Während der Revolution, Ende des 18. Jahrhunderts, hielten aus Frankreich geflüchtete Geistliche an Wochentagen hier die heilige Messe. Heute finden Prozessionen an „Christi Himmelfahrt“ von Linde zur Kapelle statt. Wegen seiner schönen Höhenlage mit herrlichem Weitblick auf die oberbergische Mittelgebirgslandschaft ist die Kapelle in Oberbreidenbach immer wieder Ziel für Wanderer und Spaziergänger.

Rochuskapelle, Lindlar-Kemmerich

Rochuskapelle,
Lindlar-Kemmerich

Der heilige Rochus gilt im Bergischen Land als "Pest-Heiliger". Im 17. Jahrhundert herrschte in dieser Region die Pest ganz besonders stark. In dieser Zeit entstanden im Gemeindegebiet Lindlar insgesamt 4 Rochus-Kapellen, eine davon in Lindlar-Kemmerich. Sie wurde 1668 erbaut und hat ein Ost-Chor. Im Jahre 1876 wurde ein neuer romanischer Turm aufgebaut. Die Kapelle ist ein einschiffiger Bruchsteinbau mit dreiseitig geschlossener Chorpartie und modernem Westturm.

Ökumenische Schöpfungskapelle, Lindlar-Remshagen

Ökumenische Schöpfungskapelle, Lindlar-Remshagen

Die Dorfgemeinschaft Remshagen sowie einige Bürger aus der Nachbarortschaft Horpe hatten sich zum Ziel gesetzt, eine Kapelle für evangelische und katholische Bürger zu bauen (schon seit mehreren hundert Jahren besteht dieser jeweils 50 %ige Anteil der Religionszugehörigkeit – eine Seltenheit in der Region). Die Kapelle wurde in Eigenleistung erstellt und am 09. Juni 2002 offiziell eingeweiht. Sie erhielt den Namen „Ökumenische Schöpfungskapelle“. Von einer Anhöhe herunter grüßt sie den vorbei kommenden Autofahrer sowie den Wanderer und lädt zur besinnlichen Einkehr ein.

"Dreifaltigkeitskapelle", Lindlar-Unterheiligenhoven

"Dreifaltigkeitskapelle",
Lindlar-Unterheiligenhoven

Die Kapelle ist ein dreiseitig geschlossener Bruchsteinbau mit kleinem offenem Dachreiter, im Lichten 4 m lang und 2,85 m breit. Im Inneren ein schlichter Altaraufsatz, angeblich aus dem 18. Jahrhundert, aus Sandstein, mit dem Relief der heiligen Dreifaltigkeit und der Krönung Mariens, darunter die sitzenden Vollfiguren von Gottvater und Christus, darüber das Wappen der Waldenburg.  Im Liber pastoralis wird sie 1705 als Station bei der Theophoria magna genannt. Bei dieser „Großen Gottestracht“ am Sonntag nach Fronleichnam wurde hier die zweite Station gemacht. Später zog eine Prozession am Dreifaltigkeitsfeste hierher. Heute ist der Festtag durch eine heilige Messe an der Kapelle ausgezeichnet. 1799 und 1814 wurden in der Kapelle Trauungen vorgenommen, wie im Trauregister der Kirche zu Lindlar verzeichnet ist.

„St. Luzia-Kapelle“ zu Klause

„St. Luzia-Kapelle“ zu Klause

Zum Bau der Kapelle wurde Material aus den Lindlarer Steinbrüchen verwendet. Heute steht nur noch der hintere Teil der Kapelle. Nach dem Teilabriss 1843 wurde die Bauöffnung zugemauert und ein neuer Eingang geschaffen. Sie ist die älteste Kapelle im Lindlarer „Kapellenkranz“.

Pfarrkirche „St. Sebastianuskirche“, Schmitzhöhe

Pfarrkirche
„St. Sebastianuskirche“,
Schmitzhöhe

Die Kirche wurde von 1965 bis 1971 aus Bruchstein gebaut. Aus dem Jahre 1965 sind die beiden Glocken. Die Orgel stammt von 1992.

St. Rochuskapelle, Lindlar-Schmitzhöhe

St. Rochuskapelle,
Lindlar-Schmitzhöhe

Der hl. Rochus wurde hier im Rheinland schon bald nach seinem Tod als Pestheiliger verehrt.
Als das Bergische Land im 17. Jahrhundert besonders schwer von der Pest heimgesucht wurde, entstand in der Umgebung Lindlars vier Rochuskapellen: zu Kemmerich, Heiligenhaus, Loope und zu Sand bei Bergisch Gladbach. Zwei weitere Pestkapellen verdanken ebenfalls dieser Zeit ihr Entstehen: Die Sebastianuskirche in Schmitzhöhe und die Kapelle in Oberbreidenbach.

"Johanneskapelle" in Lindlar (Nähe Freizeitpark)

"Johanneskapelle" in Lindlar
(Nähe Freizeitpark)

1658 ist in den Kirchenrechnungen Fuhrlohn für die Dreckspähn des Cruitzheußgens bei Voßbruch aufgeführt. 1705 wird die Kapelle im liber pastoralis erwähnt. Am zweiten Tag der Bittwoche zog die Prozession dorthin und nach der Feier der hl. Messe zurück zur Pfarrkirche. Alljährlich wird am Feste Johannes des Täufers, des Schutzpatrons der Hellinger Schützenbruderschaft, eine hl. Messe an der Johanneskapelle gelesen, zu der sich zahlreiche Schützen und Bürger versammeln.  Seit einigen Jahren halten die Männer auf ihrem Bußgang am Samstag vor dem Passionssonntag Einkehr an der Johanneskapelle.

Neuapostolische Kirche, Lindlar

Neuapostolische Kirche, Lindlar

Direkt gegenüber dem Schul-/Kulturzentrum und am Eingang zum Freizeitpark steht die Neuapostolische Kirche.  Der Bau fügt sie sich gut in die Wohnbebauung der Umgebung ein.

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