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Schlösser, Burgen und Ruinen

Schloss Heiligenhoven, Lindlar

Am Ortseingang von Lindlar unmittelbar neben dem Freizeitpark liegt in idyllischer Umgebung das ehemalige Rittergut Schloss Heiligenhoven (15.Jahrhundert).
Das Schloss besteht aus einem Hauptgebäude sowie einer Vorburg. Das Hauptgebäude ist von einem Wassergraben umgeben. Im Jahre 1973 brannte es bis auf die Mauern ab und wurde später nach alten Plänen wieder aufgebaut. Ein weitläufiger Schlosspark mit Teichanlage schließt sich dem Gebäudekomplex an. Dort stehen -angeblich- die ältesten Bäume des Bergischen Landes: über 1000 Jahre alte Eiben. Heute befinden sich im Schloss die Verwaltung des Bergischen Freilichtmuseum Lindlar und eine Waldschule in der Vorburg.

Schloss Georghausen, Lindlar-Hommerich

Schloss Georghausen,
Lindlar-Hommerich

Im Ortsteil Hommerich liegt das Wasserschloss "Schloss Georghausen" (ca.14. Jahrhundert, 1466 ist es urkundlich verzeichnet als Besitz des bergischen Kanzlers Dietrich Lünick. Zistiniensermönche (damalige Besitzer der Schlossanlage) legten 1778 aus ökologischen Gründen die Forellenteiche hinter dem Vorgebäude an. 1904 übernahmen die Freiherren von Fürstenberg das Schloss. Heute befindet es sich im Besitz der Freiherren von Landsberg. Heute hat das Schloss den Charakter eines ländlichen Herrenhauses und beherbergt ein Restaurant sowie den Golfclub Georghausen mit angrenzendem  ausgedehntem Golfplatz (internationale Turnieranlage). Eine breite Allee führt zur Schlossanlage.

Burgruine Eibach, Lindlar-Scheel

Burgruine Eibach, Lindlar-Scheel

Im Ortsteil Scheel befindet sich die Ruine der ehem. Wasserburg Eibach (erbaut 14. Jahrhundert). Es handelte sich damals um ein mehrgeschossiges, mit kräftigen Ecktürmen versehenes Anwesen mit hohem Rrüppelwalmdach. Im 15. Jahrhundert waren Besitzer der Burg die Familien von Neuenhoff (später Zusatz „gen. von der Leyen“ oder genannt „Ley“ . Zwischen 1545 und 1567 ist ein Amtmann zu Steinbach Besitzer der Burg Eibach. Sein Sohn Wilhelm, ebenfalls Amtmann zu Steinbach, ging in die Bergische Geschichte als „Marschall Ley“ ein, der 1603 die Besetzung des Schlosses Homburg bei Nümbrecht durchführte. Er ist auch der Erbauer der heutigen Burganlage. Zu Beginn des 18. Jh. kam die Burganlage in den Besitz des Max von Steprath, der mit Katharina Ursula von Ley verheiratet war. Es folgte die Familie Saraing, die auch noch Burg Breidenbach besaß. Am 16.12.1782 wurde die Burg mit fast allen Gebäuden eingeäschert. Heute sind neben der Ruine nur noch das frühere Torhäuschen und der Hof erhalten. Die Burgruine befindet sich im Besitz des Freiherrn von Fürstenberg und ist beliebtes Ziel von Wanderern und Freunden der Fotografie.

Burgruine Neuenberg, Lindlar-Scheel

Burgruine Neuenberg,
Lindlar-Scheel

Der Sagenkranz der Burg Neuenberg, auf stattlichem Berggipfel bei Scheel gelegen,  reicht bis in die Grafenzeit zurück. Doch weder die Geburt Engelbert des Heiligen noch die Gefangennahme Herzog Wilhelms durch seine Söhne sind für unseren Neuenberg nachweisbar, sogar unwahrscheinlich.  Als 1301 die Neustadt (Bergneustadt) im märkischen Amte gegründet wurde, war es für die Bergischen Grafen eine Notwendigkeit, ihre Grenzen gegenüber den märkischen Nachbarn zu schützen. In dieser Zeit entstanden die Landwehren und vielleicht auch die Burg Neuenberg.
Erstmalig begegnen wir der Burg eindeutig 1433, als Herzog Adolf von Berg in seinem Bündnisvertrag mit dem Landgrafen von Hessen diesem die Grenzfesten Windeck, Denklingen und den „Nuwenberg“ öffnete. 1438 ist Dietrich von Burtscheid Amtmann „zo dem Nuwenberg und in der vesten van Steinbach“. 1439 ist die Rede von einem Darlehen „zo dem buwe (Bau) zu dem Nuwenberghe“, womit sicherlich eine Reparatur gemeint ist. Rechnungen über einen „Notbau zum Nuwenberge“ stammen aus den Jahren 1470 und 1471. Somit kann man die Entstehung etwa zu Ende des 14. Jahrhunderts legen. In den folgenden Jahrzehnten sitzen die Amtmänner auf der Burg, soweit sie nicht ihre Burgen als Amtssitz betrachten. Um 1500 ist der Neuenberg Sitz des Kellners.  Die formelle Belehnung wurde 1630 vorgenommen, die Auslieferung Lindlars jedoch 1631 wieder rückgängig gemacht und dafür das Kirchspiel Hückeswagen überantwortet. Neuenberg war dennoch lange Jahre vom Schwarzenberger besetzt. 1632 requirierten die Brandenburger vom Neuenberg aus das Kirchspiel Lindlar. 1640 war nach einem Bericht des Grafen von Schwarzenberg der Neuenberg durch „Kriegsvölker und Soldaten“ an verschiedenen Stellen „merklich ruiniert und verwüstet“. Zwischen 1648 und 1653 wurden Reparaturen durchgeführt. 1653 endete durch Gewaltstreich die Herrschaft der Schwarzenbergs in Hückeswagen und damit auch auf dem Neuenberg.
1663 beantragte die „Ritterbürtigen und Eingesessenen des Amtes Steinbach“, da die Burg baufällig geworden war und feindlichen Angriffen nicht mehr standhalten konnte, den Neuenberg „demolieren“ zu lassen, womit der Herzog gegen eine Zahlung von 4.000 Reichstalern einverstanden war. Wann diese Schleifung entstand, wissen wir nicht. 1691 war das Schloss bereits abgetragen. So endeten Burg und Schloss Neuenberg nach etwa dreihundertjährigem Bestehen unrühmlich. Nicht die Schweden zerstörten die Burg – bergische Bauern trugen sie ab.     
 

Burg Breidenbach, Linde-Breidenbach

Burg Breidenbach,
Linde-Breidenbach

In der Ortschaft Oberbreidenbach wohnten einst Mitglieder des niederen Bergischen Adels. Daher gibt es in Oberbreidenbach ein Burghaus, das im Wesentlichen aus dem 17. Jahrhundert stammt (später modernisiert und der heutigen Zeit angepasst). Ursprünglich befanden sich über dem ebenerdigen Keller zwei hohe Wohnetagen aus unverputztem Bruchstein. Die Stichbogenfenster zeichnen sich noch heute im Mauerwerk der südlichen und westlichen Gebäudeseite ab. Das Innere ist heute zu drei Stockwerken mit je sechs Fensterachsen auf den Längsseiten umgebaut. Östlich aufgefundene Mauerreste lassen vermuten, dass die Burg in dieser Richtung einst eine größere Ausdehnung besaß. Nördlich des Gebäudes ist eine Sandsteinplatte mit reliefartigem Allianzwappen angebracht. Wegen des nachträglich angebrachten Vorbaus ist dieses leider nicht näher zu bestimmen.

BGW – Bau-, Grundstücks- und

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